www.offshore-wind.de  - die Plattform für Offshore-Windenergie powered by dena

Start
dena & Offshore

Kurznachrichten
Veranstaltungen

Politik & Wind
Wind-Fakten
 Wirtschaftlichkeit
 Technik
 Netzanbindung
 Stoffstrom-Management
dena-Netzstudie
Naturschutz

F&E; - Technologie
F&E; - Ökologie

Nationale Projekte
Internationale Projekte

Kontakt


» Sitemap «

Fakten: Offshore-Netzanbindung

Herausforderung

Die Netzanbindung der Offshore-Windparks stellt Windanlagen- und Netzbetreiber vor neue Herausforderungen. In der Anfangsphase werden durch die begrenzte Leistung der ersten Windparks noch vergleichsweise einfache und kostengünstige Lösungen mit einer konventionellen Drehstromanbindung an das küstennahe Verbundnetz möglich sein.

Für größere Leistungen und Küstenentfernungen (ab ca. 50 Kilometer) führt eine Hochspannungs-Drehstromanbindung zu technischen Komplikationen (interner Link auf ein anderes SchlagwortBlindleistung) bei der Anbindung an das Landnetz. Daher werden für die folgenden Ausbaustufen wahrscheinlich Hochspannungs-Gleichstromübertragungen (interner Link auf ein anderes SchlagwortHGÜ) zur Küste benötigt.

Diese sind allerdings durch die Umwandlung von Wechselstrom in Gleichstrom im Windpark und von Gleichstrom in Wechselstrom an Land technisch aufwändiger und dadurch auch teurer als Drehstromverbindungen.

Kostensenkung für HGÜ möglich

Die Verdichtung der Stromnetze in Europa führt aber zur Zeit zu weiteren technischen Entwicklungen in der HGÜ-Technologie, vor allem infolge der Verknüpfung der skandinavischen sowie der britischen und irischen Stromnetze mit dem europäischen Kontinent. Eine Kostensenkung dieser Technologie scheint dadurch in Zukunft möglich.

Netzanbindungskonzept für Ausbau notwendig

Für die Netzanbindung der Offshore-Windparks liegt noch kein umfassendes Konzept vor. Das sensible Ökosystem Wattenmeer, das zwischen den in der Nordsee geplanten Offshore-Windparks und der Küste liegt, macht eine Bündelung der Kabelverbindungen zur Küste mittels einer Verbundstruktur aus Gründen des Umweltschutzes erforderlich. Die Verlegung vieler paralleler Kabelverbindungen zur Küste durch das Wattenmeer würde zu einer erheblichen ökologischen Belastung der Nationalparks führen.

Wenn durch erste Projekte die technische und wirtschaftliche Machbarkeit von Offshore-Windparks und die Verträglichkeit mit dem Naturschutz belegt sind, scheint es außerdem (energie-)wirtschaftlich sinnvoll, für den weiteren Ausbau der Windkraft im Meer ein Offshore-Verbundsystem zu schaffen.

Netzkapazitäten an Land

Im Übrigen ist ein Ausbau des Hochspannungsnetzes in den Küstengebieten für weitere Ausbauphasen der Windenergie erforderlich, sowie insgesamt wahrscheinlich eine Verstärkung des interner Link auf ein anderes SchlagwortVerbundnetzes in Norddeutschland. Die Windleistung muss schließlich aufgenommen und zu den Endverbrauchern transportiert werden können. Hier ist ein umfassendes Konzept gefragt, das den Ausbaupotenzialen der Offshore-Windenergie Rechnung trägt.

Einerseits gilt es dabei die Kapazitäten des Hochspannungs-Verbundnetzes zu berücksichtigen, besonders im Küstenbereich, wo das Verbundnetz zur Zeit sehr grobmaschig ist. Andererseits muss das vorhersehbare starke Wachstum der Windenergie an Land in diese Planungen einbezogen werden, das die verfügbaren Kapazitäten für den Transport von Offshore-Windenergie reduzieren wird.

Die Frage der Netzkapazitäten wird für die zügige Realisierung erster Windparks - und damit für die weitere Entwicklung der Offshore-Windenergie - ausschlaggebend sein. Denn für die Erweiterung der Netzkapazitäten an Land muss mit sehr grossen Planungs-, Genehmigungs- und Errichtungszeiträumen gerechnet werden.


nach oben


Schnellsuche:
 change to english language  read this page
in english

Links

>ABB HGÜ-Informationen (englisch)

>Karte des EON-Netzverbundes

>VDN: Verband der Netzbetreiber

>FGW: Fördergesellschaft Windenergie

>E.ON-Kraftwerke: Netzregelung für Windkraft

>IEEE: Workshop Windkraft und Netzintegration (2002)

>EU-Endbericht: Concerted Action on Offshore Windenergy in Europe (PDF) (3252 kB)

>EU-Bericht: 'Grid Integration, Energy Supply&Finance;' (PDF) (381 kB)

>VDMA: 'Von Onshore zu Offshore' (PDF) (65 kB)

>Übersicht Kraftwerkskapazitäten (PDF) (39 kB)

>EU-Programm: Trans-Europäische Netze (TEN) und Engpässe (PDF) (338 kB)

>Greenpeace-Studie: 'North Sea Offshore Wind - A Powerhouse for Europe' (PDF) (2069 kB)

>Auswirkungen von Offshore-Windparks für Niedersachsen (PDF - Kapitel 4) (1031 kB)

>Karte des Deutschen Verbundnetzes (PDF) (94 kB)

>Offshore-Strategie der Bundesregierung - Kapitel 6 / Netzanbindung (PDF) (962 kB)

>'Increasing the Penetration of Wind Energy in the European Electricity Network' (PDF) (927 kB)


Glossar

Blindleistung
Blindleistung ist die elektrische Leistung, die zum Aufbau von magnetischen oder von elektrischen Feldern benötigt wird. In langen Wechselspannungs-Stromkabeln entsteht sie durch Kabelkapazitäten. Sie resultiert nicht in eine elektrische Wirkleistung, belastet allerdings das Netz und die Betriebsmittel.

HGÜ
Hochspannungs-Gleichstromübertra-gungen. Eignen sich durch die Benutzung von Gleichstrom für Stromtransporte durch Boden- oder Meereskabel über große Distanzen.

Verbundnetz
Das Hochspannungs-stromnetz Deutschlands