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Politik: Klima- & Energiepolitik


Erderwärmung und Treibhauseffekt

Palme in der Sahara-Wueste von Libyen, (c)Christian Kaiser/GreenpeaceDie Erwärmung der Erde wird immer deutlicher wahrnehmbar. Acht der zehn wärmsten Jahre seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen wurden im vergangenen Jahrzehnt gemessen. 1998 herrschte die bisher höchste Durchschnittstemperatur auf der Erde. Die darauffolgenden Plätze werden von den Jahren 2001, 2002, 2003 und 2004 belegt (siehe Informationspapier der Climate Research Unit). Die mittlere Temperatur des Planeten ist in den letzten 100 Jahren bereits um ca. 0,6 °C gestiegen.

Klimawissenschaftler sind sich einig, dass ein Großteil dieser Erwärmung durch den vom Menschen gemachten Ausstoß so genannter Treibhausgase verursacht wird. Kohlendioxid (CO2), das bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe entsteht, spielt dabei die Hauptrolle. Durch die Anreicherung mit CO2 und anderen Gasen speichert die Erdatmosphäre - wie ein Treibhaus - immer mehr Wärme.

Das wissenschaftliche Gremium der Vereinten Nationen, das International Panel on Climate Change (IPCC), erwartet für den Zeitraum zwischen 1990 und 2100 bei weiterhin wachsendem Energieverbrauch einen Temperaturanstieg um 1,4 bis 5,8 °C.

Experten gehen davon aus, dass eine Erwärmung der globalen Mitteltemperatur um 2°C verheerende Folgen für unser Ökosystem, Nahrungsmittelproduktion, Wasserversorgung, menschliche Gesundheit und die wirtschaftliche Entwicklung haben wird. Weiterführende Informationen finden sie in dem Sondergutachten des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung.

Klimaschutzpolitik

Schornsteine eines Braunkohle-Kraftwerks der RWE in Frimmersdorf, (c)Sabine Vielmo/GreenpeaceInternational und national haben Industrieländer deshalb Klimaschutzvereinbarungen getroffen mit dem Ziel, den Ausstoß von Treibhausgasen - insbesondere CO2 - zu verringern. Im Rahmen der UN-Klimakonvention haben sich die Industrieländer 1997 im Kyoto-Protokoll auf eine durchschnittliche Reduzierung ihrer Treibhausgasemissionen von ca. 5% bis zum Jahr 2012 geeinigt, mit 1990 als Ausgangsjahr. Die Mitgliedsländer der Europäischen Union haben sich gemeinsam auf eine Reduzierung von 8% verpflichtet. Im Rahmen dieses europäischen Abkommens hat sich Deutschland auf eine CO2-Reduktion von 21%  festgelegt. Bis zum Jahr 2003 hat Deutschland seine Treibhausgasemissionen bereits um 18,5 % reduziert (Klimaschutzprogramm 2005).

Um der globalen Erwärmung Einhalt zu gebieten, steht jedoch schon jetzt fest, dass in Zukunft auf nationaler und internationaler Ebene wesentlich weiter gehende Reduzierungen notwendig sein werden.

Atomausstieg

Auch der beschlossene Ausstieg aus der Atomenergie wird große Auswirkungen auf die Energieversorgung haben. Zurzeit wird rund ein Drittel des Stroms hierzulande in Atomkraftwerken erzeugt. Dieser Anteil wird in den nächsten 20 Jahren durch umweltfreundliche Alternativen ersetzt werden müssen.

Energiewende

Klimaschutz und Atomausstieg erfordern eine umfassende Energiewende. Das bedeutet: Die Energieeffizienz muss massiv verbessert und der Anteil erneuerbarer Ressourcen an der Energieproduktion erhöht werden. Die Windenergie wies im letzten Jahrzehnt von allen erneuerbaren Energieformen das höchste Leistungswachstum auf. Die installierte Windleistung ist in diesem Zeitraum in der Bundesrepublik auf etwa 17.130 MW im Jahr 2005 (Stand 1. Halbjahr 2005) hochgeschnellt. Auch für das kommende Jahrzehnt sind die Wachstumspotenziale für Windenergie viel versprechend. Die Windenergie, ob an Land oder auf dem Meer, wird bei der Energiewende eine gewichtige Rolle spielen.


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Links

>Kopenhagen-Strategie zur Entwicklung von Offshore-Windenergie (10/2005) (PDF)

>Übersicht über die Zulassung von Anlagen zur Nutzung Erneuerbarer Energien (09/2005)

>International Panel on Climate Change

>DIW-Meldung: CO2-Emissionen-Höchstand (09/2005) (PDF)

>Potsdam Institut für Klimafolgenforschung

>Greenpeace - Klimainformationen

>Klimaschutzprogramm der Bundesregierung (2002) (PDF)

>Klimaschutzprogramm der Bundesregierung (2005) (PDF)

>Energieinformationen der EU

>EU-Richtlinie 2001/77/EG - Erneuerbar Energien Richtlinie (2001) (PDF)

>Grünbuch der EU (11/2000) (PDF)

>Shell Energieszenario bis 2050 (2001) (PDF)

>Große Anfrage - Erneuerbare Energien in Deutschland